![]() |
MRAMORAKER HEIMATORTSGEMEINSCHAFT - Thema: FRIEDHÖFE |
Das "Mramoraker Lager"
Mramoraker Lager (aus dem Heimatbuch - Seite 430f) Mramoraker LagerAn einem Freitagmorgen, wer hatte keine Sorgen,als in Minuten, ohne Mut wir packen mußten Hab und Gut, weil Partisanen uns verjagten und uns von nun an immer plagten. Vom frühen Tag bis in die Nacht haben sie Böses ausgedacht. Wir mußten Haus und Hof verlassen, kein Kinderlaut war mehr darin. Öde, traurig alle Gassen; wir selber wußten nicht, wohin. Wie das Vieh trieb man uns weiter, bis es hieß: Ins Lager 'rein!" Keinem blieb der Himmel heiter, denn wie wird das Ende sein? Langsam schwinden still die Stunden, Tage ziehen ewig hin. Immer größer werden Wunden - hat das Leben jetzt noch Sinn? Gibt es je ein Wiedersehen noch einmal, mit Kind und Gut? Was muß alles noch geschehen bis zum letzten Tropfen Blut? Weil beim Weinen, Flehen, Jammern, keine Änderung zu sehn, liegen dichtgedrängt in Kammern, denn wir können nicht mehr stehn. Wird die Qualen auch beenden unser Herrgott ganz allein; ER kann heilen, alles wenden, bleibt uns Zuversicht allein.
|
Letzte Aktualisierung: 18.August 2003
Pfarrer Stehle